Vergabe24, ibau, DTAD — welcher Dienst passt wirklich zu deinem Betrieb?
Vergabe24 Vergleich mit ibau und DTAD: für wen die Dienste passen, wo die Lücke für Handwerk liegt — und woran du einen guten Ausschreibungsdienst erkennst
4 Min. Lesezeit
Wenn du nach einem Ausschreibungsdienst suchst, begegnest du schnell denselben Namen: ibau, DTAD, Vergabe24. Alle behaupten, die beste Lösung zu sein. Für wen sind sie wirklich gut — und wo endet die Eignung? Dieser Vergabe24 Vergleich (mit ibau und DTAD) hilft dir, das anhand klarer Kriterien zu entscheiden — ohne Werbesprache.
ibau und DTAD — für wen?

ibau und DTAD sind die etablierten Platzhirsche. Sie decken ein breites Spektrum an Ausschreibungsquellen ab, bieten CRM-ähnliche Verwaltung und haben jahrelange Marktpräsenz. Das hat seinen Preis — im wörtlichen Sinne.
Preise werden oft auf Anfrage genannt, Verträge laufen häufig jahreweise, Onboarding läuft über einen Vertriebsmitarbeiter. Das Modell ist auf Unternehmenskunden mit Vergabeabteilungen ausgelegt. Ein Elektrikerbetrieb mit 12 Leuten braucht dieses System in der Regel nicht und kann es sich oft nicht leisten.
Wann das passt: Du hast jemanden, der täglich Ausschreibungen bearbeitet, brauchst Pipeline- und CRM-Funktionen und zahlst lieber für Breite als für Einfachheit.
Vergabe24 — der günstigere Weg
Vergabe24 ist deutlich günstiger und transparenter in der Preisgestaltung. Es gibt keine Vertriebsgespräche; du kannst dich online anmelden. Die Stärke ist Zugang und Volumen. Die Schwäche: Die Suche ist keyword-basiert. Du bekommst, was du eingibst — aber keine Einschätzung, ob der Auftrag zu deinem Betrieb passt.
Wer nicht weiß, wie man gute Suchprofile baut, ertrinkt in Ergebnissen oder verpasst relevante Ausschreibungen wegen falscher Formulierungen. Das ist kein „schlechtes Produkt“ — es ist ein anderes Arbeitsmodell: Du bleibst der Filter.
Wann das passt: Du willst selbst suchen, kennst deine CPV- und Keyword-Logik und hast Zeit, Trefferlisten zu sichten.
Was oft fehlt — unabhängig vom Markennamen

Viele Dienste beantworten die Frage „Welche Ausschreibungen existieren?“ gut. Die Frage „Passt dieser Auftrag zu meinem Betrieb?“ bleibt oft bei dir. Listen statt Empfehlungen. Die Eignungsprüfung — Gewerk, Umkreis, Größe, Fristen — machst du selbst.
Dazu kommt die bayerische Realität: Öffentliche Bauausschreibungen stehen nicht an einer Stelle. Staatsportale, Bekanntmachungsportale und Auftraggeber-Seiten laufen parallel. Unser Überblick zu bayerischen Vergabeportalen 2026 → zeigt, warum Portal-Hopping Zeit frisst — auch wenn du schon einen Dienst nutzt.
Der Kern des Problems ist selten die Menge der Ausschreibungen. Es ist die Relevanz — und die Zeit, bis du sie erkannt hast.
Der richtige Maßstab
Wähle keinen Dienst nach Markenbekanntheit. Wähle nach diesen Kriterien:
| Kriterium | Frage an dich |
|---|---|
| Betriebsgröße | Passt das Preismodell zu 5–30 Mitarbeitern — oder zu einer Vergabeabteilung? |
| Zeitaufwand | Wie viele Stunden pro Woche investierst du nach dem Login noch selbst? |
| Relevanz | Erklärt der Dienst, warum ein Auftrag zu dir passt — oder nur, dass er existiert? |
| Vertrag | Monatlich kündbar und online startbar — oder Jahresvertrag mit Vertrieb? |
| Region | Sind bayerische Quellen (Staatsportale, Kommunen, Wohnungsbau) wirklich abgedeckt? |
Tipp: Teste jeden Dienst mit einem konkreten Gewerk und einer definierten Region (z. B. Elektrotechnik in Oberbayern). Zähle nach zwei Wochen: Wie viele der gelieferten Treffer wären für dich wirklich angebotswürdig gewesen? Das ist der Maßstab, der zählt — nicht die Länge der Trefferliste.
Was du selbst entscheiden solltest
Bleib bei ibau/DTAD, wenn du Enterprise-Funktionen brauchst und die Kosten tragen kannst.
Bleib bei Vergabe24 (oder einem ähnlichen Listen-Dienst), wenn du gerne selbst filterst und die Trefferquote für dich stimmt.
Schau dir eine Matching-Alternative an, wenn du regelmäßig zu viele irrelevante Treffer siehst, bayerische Portale manuell nachziehst oder keine Zeit für Keyword-Pflege hast. Mehr zum Markt unterhalb der EU-Schwelle: Unterschwellenvergabe Bayern →.
Wo Alle Gewerke in diesem Vergleich steht
Alle Gewerke ist kein Ersatz für die offiziellen Vergabeportale — Angebote gibst du weiterhin dort ab, wo die Vergabestelle es verlangt. Der Dienst sitzt eine Ebene früher: täglich relevante bayerische Quellen bündeln, nach Gewerk und Region filtern und Treffer mit einer kurzen Begründung priorisieren.
Praktisch heißt das: Du startest den Tag nicht mit fünf Portal-Tabs, sondern mit einer priorisierten Liste. Ob du anbietest, entscheidest du selbst — mit weniger Zeitverlust bei der Suche. Das ist bewusst auf kleine und mittlere Bau- und Handwerksbetriebe in Bayern ausgelegt: kein Jahresvertrag, kein Vertriebsgespräch, ab €59/Monat, 14 Tage testen. Details auf der Preisseite → und unter So funktioniert's →.
Wenn du wissen willst, ob die Treffer für dein Gewerk und deinen Umkreis passen: Kostenlos registrieren und selbst prüfen →
Aaron Gregg
Geschäftsführer, Ibis Flow GmbH
Verantwortlich für die Inhalte von Alle Gewerke und für die Vergabe- und Matching-Systeme hinter der Plattform.
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